VESTA-Zentrale anlegen
Bevor Sie beginnen
Sie brauchen:
- die Adresse der Zentrale in Ihrem Netzwerk (z. B.
http://192.168.1.60) – nur für die einmalige Einrichtung; Ihr Rechner muss die Zentrale in diesem Moment erreichen können, - die MAC-Adresse der Zentrale (Aufkleber auf dem Gehäuse, Format
00:1D:94:1C:82:9B), - die Zugangsdaten der Zentrale (Benutzername und Passwort der Weboberfläche).
Die wichtigste Entscheidung: die Betriebsart
VESTA-Zentralen werden über unseren Server fernzugänglich gemacht. Bei der Einrichtung wählen Sie zwischen zwei Betriebsarten – sie unterscheiden sich darin, wer außer Ihnen noch Daten Ihrer Anlage sieht:
„Nur Alarmanlagenmanager" – direkt (empfohlen, datensparsam)
Die Zentrale meldet sich bei unserem Server statt beim Hersteller an.
- ✅ Keine Daten mehr an die Hersteller-Cloud.
- ✅ Voller Funktionsumfang im Alarmanlagenmanager.
- ❌ Die Hersteller-App verliert den Fernzugriff (die lokale Bedienung an der Zentrale bleibt unberührt).
„Hersteller-App zusätzlich behalten" – Proxy
Unser Server schaltet sich zwischen Zentrale und Hersteller-Cloud. Die Zentrale glaubt weiter, mit dem Hersteller zu sprechen.
- ✅ Die Hersteller-App funktioniert weiter wie bisher.
- ✅ Der Alarmanlagenmanager kann die Anlage trotzdem bedienen.
- ❌ Der Hersteller bleibt Empfänger der weitergeleiteten Daten.
Die Betriebsart lässt sich später über Bearbeiten umstellen. Was das datenschutzrechtlich bedeutet, beschreibt Abschnitt 4a der Datenschutzerklärung.
Der Assistent
- Im Cockpit auf + Zentrale, als Marke VESTA / Blaupunkt / Egardia wählen.
- Betriebsart wählen (direkt oder Proxy, siehe oben).
- Adresse der Zentrale im Netzwerk eingeben (z. B.
http://192.168.1.60) und die MAC-Adresse. - Name und Zugangsdaten der Zentrale eintragen und speichern.

Bei der Einrichtung provisioniert der Alarmanlagenmanager die Zentrale: Er stellt ihre Serveradresse auf unseren Server um (Betriebsart „direkt") bzw. richtet die Vermittlung ein (Proxy). Dafür muss die Zentrale im Moment der Einrichtung über die angegebene Netzwerkadresse erreichbar sein – danach nicht mehr.
Nach der Einrichtung
- Die Zentrale baut die Verbindung von sich aus zu unserem Server auf – es ist keine Portfreigabe nötig, und die Anlage darf hinter jedem Anschluss stehen.
- In der Kopfzeile der Panel-Ansicht sehen Sie den Verbindungszustand. Direkt nach der Umstellung kann es ein bis zwei Minuten dauern, bis sich die Zentrale zum ersten Mal meldet.
Die hinterlegte Adresse: optional, aber nützlich
Einige wenige Funktionen bietet die VESTA-Firmware über den Fernzugriff nicht an (die Oberfläche sagt es Ihnen dann klar, z. B. bei bestimmten Einstellungsseiten). Wenn Sie unter Bearbeiten zusätzlich eine Adresse hinterlegen, die dieser Server erreicht – über VPN oder DynDNS –, laufen auch diese Funktionen über den direkten Weg. Ohne eine solche Adresse führen Sie die betreffenden Schritte einfach an der Weboberfläche der Zentrale aus.
Besonderheit: Automatisierung beim ersten Mal
VESTA-Zentralen melden ihre Automatisierungsregeln erst, nachdem einmal eine Regel über den Alarmanlagenmanager gespeichert wurde (oder eine erreichbare Adresse hinterlegt ist). Sehen Sie unter Smarthome → Automation also anfangs den Hinweis „Die Automatisierung ist noch nicht bekannt", genügt es, eine Regel einmal zu speichern – ab dann ist der Bestand dauerhaft bekannt.
Scharf/Unscharf braucht den Benutzercode
Beim Scharf- und Unscharfschalten einer VESTA-Zentrale fragt der Alarmanlagenmanager immer den Benutzercode der Anlage ab und prüft ihn gegen die in der Zentrale hinterlegten Codes. Wichtig zu wissen:
- Es zählen die Benutzercodes des jeweiligen Bereichs (und bereichsübergreifende Codes) – der Administratorcode zählt nicht, den weist die Zentrale beim Schalten selbst zurück.
- Ist für einen Bereich noch gar kein Benutzercode angelegt, legen Sie unter Alarmanlage → PIN-Codes zuerst einen an.
Mehr dazu im Kapitel Scharf und Unscharf.